Shedding – Angstthema oder Einladung zur inneren Klarheit
- Gabriela Maria

- 24. Jan.
- 6 Min. Lesezeit
In der ersten Rauhnacht war für mich sehr klar, dass ich meinen Fokus im Januar auf Liebe und Wahrhaftigkeit legen möchte – auf meine eigene Wahrheit. Wahrnehmen, was ist, und es aus Liebe heraus benennen, wenn es sich stimmig anfühlt.
Aus genau dieser Ausrichtung heraus durfte nun auch dieser Beitrag sichtbar werden, den ich bereits im Juni 2025 geschrieben hatte. Er lag seither bereit, innerlich klar, äusserlich jedoch noch zurückgehalten. Nicht, weil er unfertig war, sondern weil der Moment dafür noch nicht da war.
Durch den bewussten Fokus auf Liebe und Wahrhaftigkeit hat sich dieser Moment nun gezeigt. Ganz selbstverständlich. Ohne Druck. Der Beitrag durfte aus der Pipeline ins Leben treten – getragen von der gleichen inneren Qualität, mit der er damals geschrieben wurde.
Dieser Text erhebt keinen Anspruch auf absolute Wahrheit, das tun meine Texte sowieso nie, sondern er lädt dazu ein, unterschiedliche Perspektiven (Siehe Bild die Blinden und der Elefant) zu betrachten und das eigene Bewusstsein zu schärfen.
Das Bild zeigt blinde Personen, die einen Elefant untersuchen und ihre Wahrheit finden.
Bekanntlich haben wir alle unsere blinden Flecken*1.

Der Begriff „Shedding“ ist in gewissen Szenen in den letzten Jahren vermehrt aufgekommen. Gemeint ist damit, dass Menschen, die geimpft wurden, Stoffe oder Energien an Ungeimpfte „abgeben“, was deren Wohlbefinden negativ beeinflussen könne. Wissenschaftlich ist dieses Konzept bisher nicht belegt – es gibt keine gesicherten Studien, die zeigen, dass Impfstoffe auf andere „übergehen“. Doch das heisst natürlich nicht automatisch, dass es nicht so sein kann. Subjektive Erfahrungen sind wertvoll und verdienen Achtung. Wissenschaft ist ein wichtiges Instrument, aber sie ist nicht allwissend – viele heute anerkannte Phänomene waren einst unbewiesen.
Ich möchte diese Thematik einmal von einem ganz anderen Blickwinkel betrachten:
Das Thema ist oft verbunden mit Angst, Misstrauen und Ausgrenzung. Grundsätzlich ist das Urthema die Angst, bei Impffreudigen und Impfunwilligen. Es geht geht um das Gleiche, es ist also Gleich - Gültig.
Wenn wir uns nun als multidimensionale und schöpferische Lichtwesen verstehen, die sich bewusst für Liebe, Gleichwertigkeit und Eigenverantwortung entscheiden können – warum sollte uns die Impfung anderer Menschen etwas anhaben können? Warum sollte etwas von Aussen Macht über uns erhalten? Und warum sollten wir andere Menschen ausschliessen oder abwerten?
Macht erhält etwas nur, wenn es in uns auf Resonanz stösst (z.B. mit unsern Ängsten). Hier wirkt das Gesetz der Resonanz*2. Und ja: wenn ich achtlos und unbewusst durchs Leben gehe, kann ich anfälliger dafür sein, dass etwas Macht über mich nimmt, weil ich durch "Bewusstlosigkeit" meine Macht vielleicht an andere abgebe. Dies zeigt, wie wichtig es ist, unsere Achtsamkeit und unser Bewusstsein zu stärken.
Wenn ich meine Aufmerksamkeit auf etwas richte, lenke ich damit auch Energie dorthin. Schaue ich mir zum Beispiel kriegerische Auseinandersetzungen im Fernsehen an und rege mich darüber auf oder lasse mich verängstigen, so nähre ich genau dieses Feld. Ich verstärke es damit. Worauf also lenke ich meine Sinne? Was will ich nähren – Angst oder Vertrauen, Leid oder Frieden? Ausgrenzung oder Liebe?
Vielleicht liegt hier der eigentliche Schlüssel: Indem wir nicht jedem Thema Energie schenken, vermeiden wir, dass Angst, Misstrauen oder Ausgrenzung Kraft bekommen. Das Gesetz der Anziehung*2 wirkt – wir ziehen das an, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Und bitte versteh mich nicht falsch, damit meine ich nicht, dass wir keine Emotionen haben dürfen, ich meine damit nicht im Geringsten, dass wir diese Gefühle von uns wegstossen sollen. Nein, im Gegenteil, Emotionen wollen anerkannt und gesehen werden und manchmal bedürfen sie der Heilung. Aber dann können wir sie auch bewusst wieder loslassen.
Wir können uns auch bewusst entscheiden, Medikamente oder Impfungen zu segnen, sodass sie nur jene Wirkung entfalten, die für unseren Körper und Seelenplan richtig und stimmig ist – nicht mehr und nicht weniger. Natürlich braucht es eine achtsame und ehrliche Prüfung, welche Substanzen (übrigens auch Nahrung), meinem Körper und meiner Seele wirklich dienen. Gerade das ist eine wunderbare Gelegenheit, das Bewusstsein zu schärfen und die Verbindung zu sich selbst zu vertiefen.
Was dem Körper nachweislich am meisten hilft, ist Liebe. Wenn ich meinen Körper liebe, so wie er ist – jedes Organ, jede Zelle – und jedem Teil meines Körpers mit Bewusstsein und Liebe fülle (z.b. in einer Meditation), stärke ich ihn sehr.
Doch wie oft handeln wir unbewusst anders? Wie oft schauen wir uns im Spiegel an und fokussieren auf graue Haare, kleine Falten oder Unreinheiten und ärgern uns, weil nicht alles makellos ist? Wie oft finden wir uns zu dick oder zu dünn, nicht schön geformt, und kritisieren uns dafür? Schon die deutsche Wendung „Ich geh mich noch schnell richten“ oder „herrichten“ zeigt, wie tief dieser Drang nach Perfektion und Selbstbewertung in unserer Sprache und Kultur verankert ist.
Und wie oft sprechen wir unbewusst innerlich mit uns selbst, abwertend: „Oh nein, ich bin so blöd, hab ich das wirklich gemacht? Wie konnte ich nur so doof sein? Ich Dummkopf…“ All diese Gedanken nähren unbewusst Bewertungen, Abwertungen und Trennung von uns selbst – und schwächen die Verbindung zu unserem Körper, zu unserem Sein und zu unserer eigenen Liebe.
Wenn wir beginnen, diese Muster bewusst zu erkennen und zu unterbrechen, können wir unsere Zellen, unseren Körper und unser gesamtes Sein mit dem Bewusstsein von Liebe füllen – frei von Urteil und Abwertung.
Natürlich bringt das Leben immer wieder Situationen, die uns aus der Bahn werfen. Doch wenn ich das Aussen als Spiegel meines Innen erkenne, dann sehe ich auch darin eine Chance: die Möglichkeit, Blockaden, die sich durch schwierige Erfahrungen zeigen, zu transformieren – und mich dadurch weiter zu ent-wickeln. So dass ich nicht mehr eingewickelt bleibe, sondern mich Schicht für Schicht befreie – hin zu meinem wahren Wesen. Und zwar ganz genau in meinem Tempo.
Das ist der Weg zu innerem Frieden: Nicht, indem wir uns vor etwas schützen müssen, Ausgrenzung schaffen, sondern indem wir uns in Bewusstsein, Liebe und Vertrauen verankern. Wenn wir unser ganzes Feld mit Bewusstsein, Liebe und Licht füllen, so sind wir bereits dadurch sehr stark geschützt. Übertragen auf die Thematik Shedding, meine ich kurz und bündig: Anstatt sich zu ängstigen, zu bewerten, abzuwerten oder gar auszuschliessen, könnte ich die Spiegel der Ängste betrachten und in mir transformieren. Frieden in mir - Frieden mit allem was ist.
.. und wie es die Illustrationen abbilden, ist auch dies eine Perspektive ;-), eine Möglichkeit. Wenn du dazu eine andere Meinung hast, lass uns daran denken: vielleicht untersuche ich gerade das Ohr und und du das Bein des Elefanten.
Herzlich Gabriela Maria
Das hier ist ein Urbild zu der schönen Analogie zu den verschiedenen Perspektiven. Es stammt aus der fernöstlichen Philosophie, "die blinden Mönche untersuchen einen Elefanenten" von Hanabusa Itchō (1888):

Falls du es genauer wissen willst:
*1: Blinde Flecken:
In der Systemtheorie – insbesondere in der soziologischen Systemtheorie nach Niklas Luhmann – sind „blinde Flecken“ ein zentrales, tiefgehendes Konzept. Sie beziehen sich auf die notwendige Begrenztheit von Beobachtung und Erkenntnis innerhalb jedes Systems.
Nach Luhmann ist jedes System eine Beobachtungseinheit, die unterscheidet zwischen dem, was es beobachtet, und dem, was es nicht beobachtet. Das bedeutet:
Jede Beobachtung hat eine Perspektive – und jede Perspektive blendet etwas aus.
Diese Ausblendung nennt Luhmann den blinden Fleck. Er ist nicht zufällig, sondern strukturell notwendig, weil kein System alles gleichzeitig sehen kann.
Ein System (z. B. ein Mensch, eine Organisation, ein soziales System) kann nur beobachten, weil es eine Unterscheidung trifft – z. B. wahr/falsch, innen/aussen, nützlich/schädlich.Diese Unterscheidung erzeugt Sinn, aber sie verdeckt gleichzeitig die Unterscheidung selbst.
Beispiel: Wenn du die Welt aus der Perspektive von „gesund/krank“ beobachtest, siehst du alles in diesem Raster. Aber du siehst nicht, dass du selbst dieses Raster gewählt hast – das ist dein blinder Fleck. Du kannst deinen blinden Fleck nicht direkt erkennen, denn er liegt in der Struktur deiner eigenen Wahrnehmung. Was du aber tun kannst:
Du kannst Beobachter zweiter Ordnung werden – also Beobachter deiner eigenen Beobachtung.
Das heisst, du reflektierst:
Mit welcher Unterscheidung schaue ich gerade?
Welche Aspekte der Realität schliesse ich damit aus?
Was bleibt für mich unsichtbar, obwohl es für andere sichtbar ist?
*2: Gesetz der Resonanz und Gesetz der Anziehung als Teil der hermetischen Gesetzen. Hierzu werde ich vielleicht mal einen weiteren Blogbeitrag schreiben.
Bücher die ich zu dem Thema gelesen habe sind:
Kybalion, von Atkinson / Das Gesetz der Resonanz, von Franck / Der Meisterweg des Kybalion, von Campobasso / Corpus hermeticum, von Steiner
ähnlich oder mit Anteilen der hermetischen Gesetzen: The master key system, von Haanel / Die Kraft ihres Unterbewusstseins, von Murphy / Bestellung beim Universum, von Mohr / Secret, von Byrne




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