Reflexion zum Januar
- Gabriela Maria

- 24. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
die Spur der ersten Rauhnacht

Die erste Rauhnacht stand für den Januar.
Sie trägt die Themen von Neubeginn, Ausrichtung und innerer Klarheit in sich – wie ein leiser Samen, der zu Beginn des Jahres gelegt wurde.
Nun, da sich der Januar dem Ende zuneigt, lohnt es sich, nochmals zurückzuspüren: Was aus dieser ersten Rauhnacht hat mich durch den Januar begleitet? Welche Bilder, Gedanken oder inneren Ausrichtungen wollten im Alltag Form annehmen?
Welche Qualitäten hatte ich mir für den Januar gewünscht – und wo habe ich sie tatsächlich gelebt? Gab es Momente, in denen ich mich bewusst an meine Intention erinnert habe? Oder Situationen, in denen ich gemerkt habe, dass alte Muster stärker waren als gedacht – und ich mich neu ausrichten durfte?
Nicht alles zeigt sich sofort sichtbar. Manches wirkt im Hintergrund, verändert Haltungen, Entscheidungen oder den Umgang mit mir selbst. Auch das ist gelebte Umsetzung.
Diese Rückschau lädt ein, die Rauhnächte nicht einfach hinter sich zu lassen, sondern sie als lebendige Verbindung ins Jahr zu verstehen. Was im Januar begonnen hat, darf weiter wachsen.Was noch nicht gelebt werden konnte, darf bewusst mitgenommen werden.
Vielleicht magst du dir eine Frage mitnehmen:Was von der ersten Rauhnacht – von meiner Ausrichtung für den Januar – möchte ich nun weiter in das Jahr hineintragen?
Und ich lade dich ein, diese Rückschau nicht nur jetzt, sondern von nun an einmal pro Monat für dich zu machen.
Du kannst dir dafür jeweils den passenden Rauhnacht-Impuls nochmals in Erinnerung rufen. Für den Februar zum Beispiel die zweite Rauhnacht: Welches Thema stand damals im Raum? Was hat sich seither gezeigt – im Aussen oder ganz still im Innern? Und was bedeutet das für dich jetzt, für die kommenden Wochen und für deinen Weg durch den Februar?
So bleiben die Rauhnächte nicht etwas Vergangenes, sondern werden zu einem roten Faden, der dich durchs Jahr begleitet. Eine Einladung, immer wieder bewusst hinzuschauen, nachzuspüren und dich neu auszurichten.
Persönlicher Rückbezug I
In der ersten Rauhnacht war für mich sehr klar, dass ich meinen Fokus im Januar auf Liebe und Wahrhaftigkeit legen möchte – auf meine eigene Wahrheit. Wahrnehmen, was ist, und es aus Liebe heraus benennen, wenn es sich stimmig anfühlt.
Aus genau dieser Ausrichtung heraus durfte nun auch ein Beitrag sichtbar werden, den ich bereits im Jahr 2025 geschrieben hatte. Er lag seither bereit, innerlich klar, äusserlich jedoch noch zurückgehalten. Nicht, weil er unfertig war, sondern weil der Moment dafür noch nicht da war.
Durch den bewussten Fokus auf Liebe und Wahrhaftigkeit hat sich dieser Moment nun gezeigt. Ganz selbstverständlich. Ohne Druck. Der Beitrag zu einem kontroversen Thema, aus dem Fokus Liebe betrachtet, durfte aus der Pipeline ins Leben treten und ist seit einer Stunde online.
Persönlicher Rückbezug II
Gleichzeitig gab es im Januar auch Momente, die schwierig auszuhalten waren. Situationen, in denen ich sonst leicht in ein Gefühl von Ohnmacht rutsche, resigniere oder mich von Angst leiten lasse. Momente, in denen Zweifel auftauchen und ich an mir und meinen Kräften zweifle – besonders dann, wenn sie nicht sofort wirken oder sichtbar werden.
Doch immer wieder konnte ich mich erinnern: Liebe.
Vor meinem inneren Auge erschien jedes Mal ein Mischpult. Und ich wusste: Ich habe Einfluss. Ich kann die Liebe hochfahren, den Regler für Gelassenheit anheben und den Schalter für Vertrauen bewusst auf on stellen.
Das veränderte nicht nur meinen inneren Zustand, sondern auch das Feld um mich herum.Ich half mir selbst – und damit auch meiner Umgebung – weit mehr, als wenn ich mich von Angst, Selbstabwertung oder Resignation hätte führen lassen.
Für mich ist das gelebte Rauhnacht-Energie im Alltag.Nicht als Ideal, sondern als immer wieder neu gewählte Ausrichtung.
So zeigt sich für mich sehr deutlich, wie die erste Rauhnacht im Januar weiterwirkt: Was als innere Ausrichtung begann, fand seinen Ausdruck im Tun.
Herzlich Gabriela Maria




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