Sacred Sounds - Klang, Spiritualität & altes Wissen - die Kraft der HEILigen (heilenden) Klänge
- Gabriela Maria

- 23. Juli
- 7 Min. Lesezeit

Nach einem weiteren wunderglaublichen, erfüllenden Klangabend spüre ich: Jetzt ist der Moment, tiefer einzutauchen – in das Thema der Klänge, der Musik und ihrer Heil- und Transformationskraft. Gerne teile ich meine Erfahrungen, mein Wissen und mein Wirken mit euch – möge dieser Beitrag euch inspirieren, berühren und vielleicht auch etwas in euch zum Klingen bringen.
Klang als Urprinzip – Schwingung als Ursprung
Schon lange vor der modernen Wissenschaft war in vielen Kulturen bekannt: Alles ist Schwingung. Klang ist kein isoliertes akustisches Ereignis, sondern Ausdruck einer tieferliegenden Ordnung – einer energetischen Struktur, die sich durch alles Leben zieht.Aus physikalischer Sicht entsteht Klang durch Schwingung, die sich wellenförmig durch Luft, Wasser oder sogar den Körper bewegt (Helmholtz, 2013).
Aus spiritueller Sicht ist Klang jedoch weit mehr: Er ist Schöpfungsimpuls, Brücke zwischen den Welten, ein Tor zur inneren Ordnung.
Die Idee, dass der Kosmos selbst durch Klang entstanden sei – ein „Urton“, ein „Nada Brahma“ – zieht sich durch viele spirituelle Traditionen:
In der indischen Philosophie gilt „Nada“ als die Schwingung, die allem Leben zugrunde liegt (Beck, 2006).
In der christlichen Mystik ist vom „Wort“ die Rede, durch das alles wurde.
Und in der Quantenphysik lassen sich Ähnlichkeiten erkennen: Energie schwingt – und gestaltet dadurch Wirklichkeit (Sheldrake, 2013).
Klang in alten Kulturen und spirituellen Praktiken
Indigene Völker auf allen Kontinenten nutzen Klang seit jeher für Heilung, Transformation und spirituelle Verbindung.
Die Aboriginals Australiens spielen das Didgeridoo seit Jahrtausenden – nicht zur Unterhaltung, sondern als heiliges Klanginstrument zur Erdung und Harmonisierung von Körper und Geist (Knott, 2010).
In schamanischen Traditionen erzeugen Trommeln, Rasseln und Gesänge rhythmisch veränderte Bewusstseinszustände – sie führen in andere Welten, helfen beim Lösen von Blockaden oder beim Rückholen abgespaltener Seelenanteile (Peters, 1990).
Auch tibetische Mönche nutzen Klangschalen und Obertongesang nicht nur zur Meditation, sondern auch zur energetischen Reinigung (Goldman, 2002).
Klang war also nie nur Musik. Klang war Zugang zur geistigen Welt, Werkzeug der Medizinmänner und Tempelpriesterinnen, Kommunikationsform mit den Kräften der Natur und des Kosmos.

Synästhesie – Wenn Klang sichtbar wird
Ein faszinierendes Phänomen im Zusammenhang mit Klang ist die Synästhesie – eine neurologische Besonderheit, bei der Sinneswahrnehmungen miteinander verschmelzen. Menschen mit auditiv-visueller Synästhesie „sehen“ Klänge in Farben oder geometrischen Mustern. Studien zeigen, dass Synästhesie mit erhöhter Kreativität und intuitiver Wahrnehmung verbunden sein kann (Ramachandran & Hubbard, 2001).
Auch viele Menschen ohne ausgeprägte Synästhesie erleben in Klangräumen eine erweiterte Wahrnehmung:
Farben vor dem inneren Auge
Formen, Lichtphänomene oder geometrische Muster
Gefühl von Weite, Zeitlosigkeit oder „Schweben im Raum“
Klang und Farbe sind beide Frequenzphänomene: Töne bewegen sich in Schallfrequenzen, Licht in elektromagnetischen. Es ist naheliegend, dass sich das Energiesystem von Farbe und Klang auf vergleichbare Weise harmonisierend auf die Chakren und das Nervensystem auswirkt (Tomatis, 1991).
Wissenschaftliche Erkenntnisse – Klang heilt Körper, Geist & Seele
Immer mehr wissenschaftliche Studien bestätigen, was spirituelle Traditionen seit Jahrtausenden wissen:
Klangmeditationen mit Klangschalen, Gongs oder Stimme reduzieren signifikant Stress, Blutdruck und Angstzustände (Goldsby et al., 2017). Gleichzeitig fördern sie Ruhe, Selbstwahrnehmung und emotionales Gleichgewicht.
Gehirnwellenmuster verändern sich während Klangreisen in Richtung Alpha- und Theta-Zustände – das sind Frequenzbereiche, die mit tiefer Entspannung, Kreativität und intuitivem Zugang assoziiert sind (Leeds, 2010).
Die Stimme spielt eine besondere Rolle: Studien belegen, dass Summen oder Tönen mit bewusster Atmung die Herzratenvariabilität verbessern, das Immunsystem stärken und Selbstheilungskräfte aktivieren können (Porges, 2011).
Es ist schön, dass die Wissenschaft beginnt, dafür Worte und Beweise zu finden – oder sagen wir: Für viele Menschen ist das wichtig. Doch letztlich liegt die Kraft des Klangs nicht in Zahlen oder Fakten, sondern in der gelebten Erfahrung, im berührten Sein.
Klang erleben – persönliche Momente, die alles veränderten
Meine Verbindung zum Klang begann nicht mit Klangschalen, sondern mit der Stimme – mit meinem eigenen Körper als Resonanzraum. Während meines Gesangsstudiums gab es diesen einen Moment: Als ich zum ersten Mal ganz bewusst spürte, wie sich meine Stimme in mir ausdehnen durfte, getragen vom Atem, gestützt durch den Körper, frei in der Schwingung. Es war, als hätte sich ein inneres Tor geöffnet – kraftvoll, machtvoll, klar.
Ein anderes Mal, inmitten eines Orchesters und Chors, verschmolz meine Stimme mit dem Ganzen – Klang wurde Einssein. Ich spürte einen Zustand von Flow, wie eine Erleuchtung in Klangform. Kein Denken mehr, nur noch Getragenwerden von der Schwingung.
Später, als ich zum ersten Mal auf einer Klangliege lag, erlebte ich eine völlig andere Facette dieser Kraft: Während der Session entstand ein heftiger Schmerz in meinem Harnleiter – ganz lokal, ganz spitz. Zuerst war da der Impuls zu schreien. Stattdessen atmete ich. Ich entschied mich, mich zu weiten, zuzulassen, zu beobachten. Tränen flossen. Und dann – durch den Klang – begann sich der Schmerz zu harmonisieren, zu transformieren. Nach etwa einer Minute war er weg. Es war ein Moment tiefer energetischer Reinigung, wie ich ihn bis dahin noch nie erfahren hatte.
Und dann gibt es diesen stillen, heiligen Moment, den ich nie vergessen werde: Als ich das Lied Abendstille am Sterbebett meiner Mutter sang. Ihre Augen geschlossen, doch dann – ein zartes, feines Lächeln auf ihrem Gesicht. Klang war hier nicht Trost, sondern Begleiterin der Seele, Brücke zwischen den Welten. Dies ist eine Kraft, welche eine Sing- aber auch eine Sprechstimme inne haben kann.
Diese und viele andere Erfahrungen haben mich gelehrt: Klang ist weit mehr als einfach nur Musik zum Konsumieren. Klang ist Schwingung, Medizin. Erinnerung. Verbindung. Er kann öffnen, lösen, erlösen. Und manchmal heilt er still.
Heute, wenn ich Klangschalen spiele, erlebe ich oft, dass nicht ich den Klang finde, sondern der Klang mich. Ich gerate in einen Flow, werde geführt. Die Schalen stimmen sich aufeinander ein, als würden sie selbst wissen, was gebraucht wird. Es entsteht ein Klangraum – ein Feld – das trägt, klärt, öffnet. Und oft geschieht Wandlung. Meine Instrumente sind für mich wie Wegbegleitende – eigenständige Wesen, die mit mir gemeinsam wirken. Jede Klangschale, jede Trommel, der Gong, die Shrutibox, – sie alle tragen ihre eigene Persönlichkeit, ihre eigene Schwingung. Ich begegne ihnen mit Achtsamkeit, Respekt und Dankbarkeit. Wir sind ein Team, das zusammen Klangräume erschafft, in denen Licht sichtbar, Stille hörbar und Heilung fühlbar werden darf.

Bewusster Umgang mit Klang – eine Einladung an dich
Immer wieder stelle ich mir die Frage:
Tut mir gut, was ich höre?
Diese Frage darf zur achtsamen Begleiterin werden – nicht nur in der Klangarbeit, sondern in unserem Alltag. Welche Klängen umgeben mich? Welche Musik, welche Stimmen, welche Informationen?
Und auch darüber hinaus:
Was schaue ich an? Was nehme ich auf? Was nähre ich – in mir und in der Welt?
Tut es mir gut? Tut es der Welt gut? Entscheide dich immer wieder!
Was brauche ich gerade, um ein geerdeter Mensch zu sein – bodenständig, kraftvoll, und gleichzeitig mit offenen Sinnen angebunden an die Kraft der Quelle?
An das göttliche Urlicht, an die Unendlichkeit, an das, was grösser ist als wir – oder wie auch immer du das für dich nennst.
Klang kann ein Wegweiser sein. Ein Spiegel. Ein Schlüssel.
Aber die Wahl, wie bewusst ich höre, sehe, lebe – die liegt bei mir.
Und bei dir.
Eine meiner schamanischen Lehrerinnen sagte mir einmal:
“Gabriela, du musst nicht raus ins Universum. Nicht im Aussen nach Verheissung, Wahrheit oder deiner Aufgabe suchen. Du kommst von dort. Jetzt geht es darum, auf der Erde ganz anzukommen – und hier, in dir, hinzuschauen. Hier liegt für dich der Schlüssel.”
Diese Worte begleiten mich bis heute.
Sie erinnern mich daran, dass Klangarbeit für mich kein Weg nach oben oder aussen, sondern ein Weg nach innen ist. Denn erinnern wir uns daran, dass wir multidimensionale Wesen sind und alles in uns tragen und nirgendwo im Aussen werden wir uns finden.
Ein Ankommen im Körper. In der Gegenwart. In der Wahrheit, die nur das eigene Herz kennt. Und gerade in dieser Zeit der Wandlung ist es enorm wichtig in der eigenen Mitte zu sein und das Feld zu halten.
Sacred Sounds – wenn uraltes Wissen lebendig wird
All diese Erkenntnisse fliessen in meine Arbeit mit Sacred Sounds ein – einem Klangraum, in dem spirituelle Tiefe, energetisches Wissen und musikalisches Feingefühl zusammenkommen:
Ich arbeite mit Klangschalen, Gong, Rahmentrommel, Shrutibox, Rasseln und Windspielen – jedes Instrument wird situativ eingesetzt, geführt von der Energie des Moments.
Ein zentrales Element ist meine Stimme – intuitiv, herzgeführt, getragen von Präsenz und innerem Lauschen. Ihre Resonanz wirkt oft direkt auf die Seele – wie ein Ruf aus alten Zeiten, der in Erinnerung ruft, wer wir wirklich sind.
Je nach Gruppe und Stimmung ist auch Mitsingen oder Mittrommeln möglich – ein gemeinsames Feld entsteht, in dem Klang nicht nur gehört, sondern erlebt wird.
Einladung
Ich biete Klangräume als Einzelsitzung oder Gruppenmeditation an – in Grüningen, Gossau ZH oder auf Anfrage an spirituellen Anlässen. Gerne gestalte ich individuelle Klangkonzerte zu besonderen Momenten. Du kannst mich persönlich buchen.
„Wenn harmonischer Klang zur Schwingung der Seele wird, dann erinnert sich unser ganzes Wesen an seine ursprüngliche Ordnung.“ – Gabriela Maria
"Es ist schön, dass die Wissenschaft beginnt, dafür Worte und Beweise zu finden – oder sagen wir: Für viele Menschen ist das wichtig. Doch letztlich liegt die Kraft des Klangs nicht in Zahlen oder Fakten, sondern in der gelebten Erfahrung, im berührten Sein."
(Gabriela Maria)
mit HerzLICHTsten Grüssen
Gabriela Maria
Wenn du dich näher damit beschäftigen möchtest:
Quellenverzeichnis
Beck, G. L. (2006). Sacred Sound: Experiencing Music in World Religions. Wilfrid Laurier University Press.
Goldman, J. (2002). Healing Sounds: The Power of Harmonics. Inner Traditions.
Goldsby, T. L., Goldsby, M. E., McWalters, M., & Mills, P. J. (2017). Effects of Singing Bowl Sound Meditation on Mood, Tension, and Well-being: An Observational Study. Journal of Evidence-Based Integrative Medicine, 22(4), 401–406. https://doi.org/10.1177/2156587216668109
Helmholtz, H. (2013). On the Sensations of Tone as a Physiological Basis for the Theory of Music. Dover Publications.
Knott, C. (2010). The Sound of Healing: Didgeridoo and Aboriginal Tradition. Australian Aboriginal Studies.
Leeds, J. (2010). The Power of Sound: How to Be Healthy and Productive Using Music and Sound. Healing Arts Press.
Peters, L. G. (1990). The Shaman: Voyages of the Soul – Trance, Ecstasy and Healing from Siberia to the Amazon. Element Books.
Porges, S. W. (2011). The Polyvagal Theory: Neurophysiological Foundations of Emotions, Attachment, Communication, Self-Regulation. Norton.
Ramachandran, V. S., & Hubbard, E. M. (2001). Synaesthesia – A Window Into Perception, Thought and Language. Journal of Consciousness Studies, 8(12), 3–34.
Sheldrake, R. (2013). Science Set Free: 10 Paths to New Discovery. Deepak Chopra Books.
Tomatis, A. (1991). The Conscious Ear: My Life of Transformation Through Listening. Station Hill Press.









